Skipper aufgepasst bei Bootsversicherungen
Die neuen Angebote für den Bootscharter 2012 sind da. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Skipper den Sommertörn zu planen. Während es draußen kalt ist, kann gemütlich in den neuen Angeboten für die Chartersaison 2012 nach Schnäppchen geblättert werden. Träumen ist dabei erlaubt. Doch Achtung bei den Versicherungsangeboten für Kautionsversicherungen. Bei einigen Angeboten wird richtig abkassiert und dafür auch noch beim Versicherungsschutz gespart.
Was sollte unbedingt versichert sein?
Die Kaution dient der Sicherung möglicher Schäden am Schiff. So ist die Kautionssumme oft recht hoch. Die meisten Skipper entscheiden sich daher für eine Bootsversicherung, die auch die Kaution versichert. So kann ohne Sorgen in den Törn gestartet werden. Eigentlich ist nun alles versichert und die Kaution bleibt unangetastet. Ein einfacher Versicherungsvergleich beweist, mache Angebote sind eine teure Mogelpackung.
Der wahrscheinlich häufigste Schaden entsteht am Außenbordmotor. Ein mit Algen verstopftes Ansaugrohr reicht und die Kühlung fällt aus. Als häufige Auslöser für große Schäden an den Außenbordern kommt ebenfalls Grundkontakt oder der Kontakt mit Treibgut infrage. Auch ein Beiboot ist besonderen Gefahren ausgesetzt und an eine Fun-Regatta sollte auch gedacht werden. Manche Anbieter, gerade bei hochpreisigen Angeboten, schließen genau diese Risiken aus!
Der Versicherungsvergleich bringt Überraschendes zutage.
Wer neben den Preisen des Charters auch auf die Versicherungsangebote achtet, der wird überrascht sein. In dem vorliegenden Vergleich wurden die Angebote von Flottenbetreibern und auch freien Anbietern verglichen. Die einheitliche angenommene Charterzeit war zwei Wochen. Die im Paket versicherte Kaution sollte 1500,- Euro betragen. Bei dem Schiff handelte es sich um eine 42 Fuß Yacht.
50% teurer für schlechtere Leistungen
Wenn man einmal auf die Zahlen schaut, dann scheint es unter Bootsversicherungen keinen Wettbewerb zu geben. Das vorgenannt beschriebene Risiko zu versichern kostete bei einem gut beworbenen Anbieter – 280,- Euro bei 500,- Euro Selbstbeteiligung. Die Restkautionssumme von 500,- Euro muss hinterlegt werden. Ausgeschlossen waren außerdem Schäden am Beiboot, dem Außenborder sowie dem GPS.
Etwas weiter unten bei den Suchmaschinenergebnissen fand sich ein Angebot von 125,- Euro bei 250,- Euro Selbstbeteiligung. Ausgeschlossen waren weder der Außenborder noch das GPS oder das Beiboot. Nur die Restkaution von 250,- Euro musste hinterlegt werden. Die Police ist nicht an einen bestimmten Anbieter eines Törns gekoppelt. Das beste Angebot waren bei dem Vergleich 130,- Euro bei 200,- Euro Selbstbeteiligung. Alles war dabei versichert und eine Skipperhaftpflicht war ebenfalls eingeschlossen. Das Vergleichen sich immer lohnt, das trifft auch besonders bei Yachtversicherungen zu. Mit so gravierenden Unterschieden rechnen wahrscheinlich die Wenigsten, die in winterlicher Stimmung vom Sommer träumen.